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Arbeit

Das Thema "Arbeit" hat natürlich im "Kohlenpott" seit jeher eine besondere Bedeutung. Millionen von Menschen haben hier seit den Anfängen des Bergbaus und dem späteren Boom der Stahlindustrie Arbeit gefunden. Mit dem Thema "Arbeit" verknüpft sich aber auch die gegenwärtige Krise des Ruhrgebiets. Zwangsläufig ist es auch für die Evangelischen Kirchenkreise und -gemeinden seit Jahren ein Dauerthema.

Das Ruhrgebiet hat in der Vergangenheit bereits mehrere Phasen des Strukturwandels erfolgreich bewältigt. Der Übergang von der Kohleförderung auf die Stahlproduktion vollzog sich seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts in rasanter Form. Zechenschließungen führten und führen auch heute noch zu enormen sozialen Herausforderungen. In den 80er Jahren folgten Werksschließungen wie zum Beispiel in Hattingen und Rheinhausen mit vielen tausenden Betroffenen. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts hat es immer wieder Diskussionen um die Aufgabe von Betriebsstandorten und den massenhaften Abbau von Arbeitsplätzen wie etwa bei Opel in Bochum oder der Firma Siemens gegeben.  

Die beiden großen Kirchen haben sich in diesen Krisen stets an die Seite der Betroffenen gestellt. Sie haben Partei ergriffen für den Erhalt von Arbeitsplätzen. Sie haben immer wieder öffentlich auf die Probleme von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern hingewiesen und politische Korrekturen wie jüngst zum Beispiel  beim Empfang von Arbeitslosengeld II, auch Hartz IV genannt, aufmerksam gemacht.

Zahlreiche kirchliche Arbeitslosenprojekte und -initiativen zeugen von dem Engagement der Evangelischen Kirchenkreise im Revier. Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt hat im Ruhrgebiet in beiden Landeskirchen eine weitreichende Tradition.

Ziele des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) sind:

Entwicklung und Darstellung kirchlicher Positionen zu aktuellen arbeits- und sozialpolitischen Fragen

Arbeitsweltbezogene Bildungsarbeit

Informationen und Beratung für Arbeitsloseninitiativen und -projekte
 
Handwerksbezogene Arbeit
 
Arbeit mit Betriebsräten und Mitarbeitervertretungen

RSK-Frühjahr2006

Betriebsbesichtigung der Ruhrsuperintendentenkonferenz bei der Firma Halbach in Schwerte im Frühjahr 2006



Auch die Konferenz der Ruhrsuperintendenten hat sich seit ihren Anfängen immer wieder schwerpunktmäßig mit dem Thema Arbeit befasst. Dabei hat sie immer wieder den Austausch mit den verschiedenen Interaktionspartnern gesucht, mit Politikern und Vertretern von Arbeitsloseninitiativen, mit Arbeitgebervertretern ebenso wie mit Gewerkschaften, mit Beschäftigten ebenso wie mit Arbeitslosen. Auch Betriebsbesichtigungen und wie zuletzt in Dortmund Expertengespräche vor Ort gehören zum Engagement der Konferenz. Im Jahr 2007 hat die Konferenz sich das Thema "Arbeit" sogar als Jahresthema gewählt. Bei der Herbsttagung im September soll es um die verschiedensten Arbeitsverhältnisse und ihren Beitrag zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Armut gehen.