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Hoher Besuch am Heiligen Abend

Gute 150 Kilometer sind es von Bielefeld nach Gladbeck. 150 Kilometer über tief verschneite Autobahnen. „Ich vertraue meinem Fahrer. Der ist Profi. Wenn er sagt, das geht, dann geht das.“ Dr. h.c. Alfred Buß, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), ließ sich auch durch widrige Wetterverhältnisse nicht davon abhalten, am Heiligen Abend dem Gladbecker Vinzenzheim und der Kokerei Prosper eine Visite abzustatten.

Pfingsten
In der Kokerei Prosper verfolgten Präses Buß und Werksleiter Masuth (r.) interessiert das Ablöschen des Koks. Foto: Werner Bugzel
Auf diese Weise dankte er allen Mitarbeitern für ihr Engagement und brachte so seine Wertschätzung für den notwendigen Dienst zum Ausdruck, der in vielfältiger Weise für die Allgemeinheit ausgeübt wird, wenn andere Weihnachten feiern.

Seit Jahren schon besucht Präses Buß zu Weihnachten Einrichtungen in kirchlicher oder diakonischer Trägerschaft und Betriebe am Heiligen Abend. Im letzten Jahr nahm er Einblick in die Arbeit der Flugsicherung am Flughafen Paderborn, davor besuchte er Taxifahrer in Münster. Zu diesem Weihnachtsfest ging es zunächst zum Vinzenzheim.
Begleitet von Superintendent Detlef Mucks-Büker, Diakoniepfarrer Johannes Schildmann, Vorstand Karl-Heinz Kinne und Heimleiter Joachim Georg informierte sich der Präses mit einem kleinen Rundgang über die Einrichtung des Diakonischen Werkes. 80 stationäre Plätze gibt es hier. Besonders die so genannte „Junge Pflege“, in der junge Unfallopfer oder Kranke betreut werden, stieß auf das Interesse des leitenden Geistlichen der westfälischen Landeskirche.
In der denkmalgeschützten Kapelle des Vinzenzheims kam das Gespräch auf die Bedeutung des Gottesdienstes für die Bewohner der Einrichtung und auf das stetig wachsende Bedürfnis der Menschen nach Stille und Spiritualität. Erfreut nahm Buß zur Kenntnis, dass auch in den übrigen Senioreneinrichtungen der Diakonie zwei Altenheimseelsorgerinnen regelmäßig Gottesdienste mit den Bewohnern und Mitarbeitenden feiern.
Nach einer wärmenden Tasse Kaffe machte sich die Delegation aus Bielefeld auf den Weg zur Kokerei Prosper in Bottrop. Hier empfingen Werksleiter Markus Masuth, Personaldirektor Alois Thull und Betriebsratsvorsitzender Marian Krzykawski den Präses und seine Begleiter. „Diejenigen, die arbeiten, wenn andere frei haben, sind die wahren Helden“, lobte Alfred Buß.
Mit großem Interesse folgte Buß einer Info-Präsentation, mit der Masuth den Besuchern die Betriebsabläufe der Kokerei näher brachte. 2,5 Mio. Tonnen Kohle, davon noch knapp die Hälfte aus RAG-Zechen, verarbeitet der Betrieb zu 2 Mio. Tonnen Koks jährlich. Die Wirtschaftskrise habe die Kokerei gut gemeistert, betonte Werksleiter Masuth, mittlerweile steige der Absatz bei den Stahlwerken wieder.
Bei einem Rundgang durch die Kokerei erlebte der Präses hautnah, wie beim Öffnen der einzelnen Öfen der rund 1.200 Grad heiße, glühende Koks in den Transportwagen gepresst und mit 25.000 Litern Wasser abgelöscht wurde. Zahlreiche Hände musste Alfred Buß unterwegs schütteln, „Frohe Weihnachten“ hieß es überall. „Die Leute sind am Heiligen Abend trotz ihrer schweren Maloche fröhlich und das Arbeitsklima ist sehr gut hier. Wenn die Menschen sich freuen, dass man sie besucht, dann ist mein Job für heute getan“, erklärte Buß.
An die gemeinsame Geschichte von Bergbau und Kirche erinnerte Superintendent Mucks-Büker. Das habe jahrzehntelange Tradition. Alfred Buß äußerte sich froh über die EU-Entscheidung, den Bergbau bis 2018 zu erhalten. „Es dürfen keine sozialen Brüche entstehen, die Menschen dürfen nicht ins Bergfreie fallen“, gab der Präses den Mitarbeitern mit auf den Weg in die Weihnachtsfeier. Bu





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