Gemeinsames Adventswort der Kirchen in Duisburg
Die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände haben sich mit dem beginn des Advents zur sozialen Lage in Duisburg geäußert.
„Keiner soll verloren gehen“ – das mahnen die evangelische und die katholische Kirche gemeinsam mit ihren Wohlfahrtsverbänden Diakonie und Caritas angesichts der bevorstehenden Sparmaßnahmen und ihrer Auswirkungen auf die Kommunen: „Die ungerechte Sozial- und Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung zusammen mit problematischen Entscheidungen der kommunalen Verantwortungsträger geht zu Lasten benachteiligter Jugendlicher und Langzeitarbeitsloser“, so heißt es in einem gemeinsamen Adventswort zu Beginn des neuen Kirchenjahres.
Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg,
Armin Schneider (links), und der Stadtdechant der katholischen Kirche
in Duisburg, Bernhard Lücking, haben sich in einem gemeinsamen Adventswort zur sozialen Lage in Duisburg geäußert. Fotos: Kirchenkreis
und Kath. Pfarramt Liebfrauen.
Und weiter: „Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik heißt künftig: Gut ausgebildete und leicht vermittelbare Erwerbslose sollen möglichst schnell wieder in Arbeit gebracht werden. Allen anderen wird gesagt: Geht nach Hause. Ihr werdet nicht gebraucht. Gefördert werden nur noch die Guten.“
Für die Kirchen sei diese Situation unerträglich, so Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg: „Für die Schwächsten der Schwachen haben die Kirchen Anwaltsfunktionen – auch im biblischen Sinne!“
So sieht es auch Pfarrer Bernhard Lücking, Stadtdechant der katholischen Kirche in Duisburg: „Für mich hat die Armut in Duisburg Gesichter! Die betroffenen Menschen kenne ich, schätze ich, ich kann sie beim Namen nennen. Arbeit ist nicht nur Geldverdienen. Arbeit ist Teilhabe und hat mit Menschenwürde zu tun.
Als Seelsorger spüre ich die Verantwortung im Sinne des prophetischen Wortes: Den Mächtigen ins Gewissen zu reden!“
Und so sehen sich die Kirchen nun als sprichwörtlicher „Stachel im Fleisch“; sie machen sich stark für die Schwachen der Gesellschaft – in Worten und Taten:
„Keiner darf verloren gehen. Wir werden deshalb alles in unseren Kräften stehende tun, um die nachbarschaftlichen Netzwerke in den Gemeinden und die Hilfs- und Beratungsangebote in den Stadtteilen und Bezirken, so weit es die Mittel zulassen, zu erhalten und auszubauen. Auch die Ärmsten der Armen, die auf keinem Arbeitsmarkt mehr eine Chance haben, dürfen von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht ausgeschlossen werden.“
Das betont auch Ulrich Fuest, Direktor des Caritasverbandes Duisburg e.V.:
„Neben der anwaltlichen Funktion sind die Wohlfahrtsverbände auch die, die Geld investieren in Angebote, die mit öffentlichen Mitteln nicht unterstützt werden: Z.B. Schulmaterialkammern und Tafelläden. Doch nun geht es auch darum, Flagge zu zeigen – wie in diesem gemeinsamen Adventswort!“
In einer strukturschwachen Stadt wie Duisburg wird es auch in Zukunft viele Lang-zeitarbeitslose geben: „Auch diese Menschen müssen ein echte Chance haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“, betont Pastor Stephan Kiepe-Fahrenholz, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Duisburg. „Deshalb brauchen wir in Duisburg einen öffentlich geförderten Zweiten Arbeitsmarkt mit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen.“
Das gemeinsame Adventswort finden Sie hier.
Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg,
Armin Schneider (links), und der Stadtdechant der katholischen Kirche
in Duisburg, Bernhard Lücking, haben sich in einem gemeinsamen Adventswort zur sozialen Lage in Duisburg geäußert. Fotos: Kirchenkreis
und Kath. Pfarramt Liebfrauen.
Und weiter: „Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik heißt künftig: Gut ausgebildete und leicht vermittelbare Erwerbslose sollen möglichst schnell wieder in Arbeit gebracht werden. Allen anderen wird gesagt: Geht nach Hause. Ihr werdet nicht gebraucht. Gefördert werden nur noch die Guten.“
Für die Kirchen sei diese Situation unerträglich, so Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg: „Für die Schwächsten der Schwachen haben die Kirchen Anwaltsfunktionen – auch im biblischen Sinne!“
So sieht es auch Pfarrer Bernhard Lücking, Stadtdechant der katholischen Kirche in Duisburg: „Für mich hat die Armut in Duisburg Gesichter! Die betroffenen Menschen kenne ich, schätze ich, ich kann sie beim Namen nennen. Arbeit ist nicht nur Geldverdienen. Arbeit ist Teilhabe und hat mit Menschenwürde zu tun.
Als Seelsorger spüre ich die Verantwortung im Sinne des prophetischen Wortes: Den Mächtigen ins Gewissen zu reden!“
Und so sehen sich die Kirchen nun als sprichwörtlicher „Stachel im Fleisch“; sie machen sich stark für die Schwachen der Gesellschaft – in Worten und Taten:
„Keiner darf verloren gehen. Wir werden deshalb alles in unseren Kräften stehende tun, um die nachbarschaftlichen Netzwerke in den Gemeinden und die Hilfs- und Beratungsangebote in den Stadtteilen und Bezirken, so weit es die Mittel zulassen, zu erhalten und auszubauen. Auch die Ärmsten der Armen, die auf keinem Arbeitsmarkt mehr eine Chance haben, dürfen von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht ausgeschlossen werden.“
Das betont auch Ulrich Fuest, Direktor des Caritasverbandes Duisburg e.V.:
„Neben der anwaltlichen Funktion sind die Wohlfahrtsverbände auch die, die Geld investieren in Angebote, die mit öffentlichen Mitteln nicht unterstützt werden: Z.B. Schulmaterialkammern und Tafelläden. Doch nun geht es auch darum, Flagge zu zeigen – wie in diesem gemeinsamen Adventswort!“
In einer strukturschwachen Stadt wie Duisburg wird es auch in Zukunft viele Lang-zeitarbeitslose geben: „Auch diese Menschen müssen ein echte Chance haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“, betont Pastor Stephan Kiepe-Fahrenholz, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Duisburg. „Deshalb brauchen wir in Duisburg einen öffentlich geförderten Zweiten Arbeitsmarkt mit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen.“
Das gemeinsame Adventswort finden Sie hier.
