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Julia Holtz wird erste Superintendentin des Kirchenkreises Hattingen-Witten

Der Evangelische Kirchenkreis Hattingen-Witten hat auf der Herbstsynode am Freitag (25.11.) Julia Holtz zur neuen Superintendentin gewählt. Damit ist erstmals eine Frau oberste Theologin im Kirchenkreis, zu dem 16 evangelische Gemeinden in den Städten Hattingen, Sprockhövel, Witten, und Wetter gehören.

Julia Holtz wird erste Superintendentin des Kirchenkreises Hattingen-Witten

Leiten ab sofort die Geschicke des Evangelischen Kirchenkreises Hattingen-Witten: Pfarrerin Julia Holtz (Mitte) tritt im Januar als Superintendentin die Nachfolge von Ingo Neserke an. Sabine Grünschläger-Brenneke (links) vertritt sie als Assessorin, Ute W

Julia Holtz ist 54 Jahre alt und derzeit Pfarrerin in der Evangelisch-Lutherischen Johannis-Kirchengemeinde in Witten. Gemeinsam mit der ebenfalls neu gewählten Assessorin Pfarrerin Sabine Grünschläger-Brenneke (Schulreferentin) und der Skriba, Pfarrerin Ute Wendel aus Herbede, bilden die drei Frauen nun die hauptamtliche Spitze des Kirchenkreises, zu dem etwa 66.000 Christinnen und Christen gehören.

Die Abläufe des Bewerbungsverfahrens sind durch das Kirchengesetz geregelt. „Es war uns wichtig, dass alle Bewerber schon lange von ihrer Arbeit in Gemeinden geprägt sind und dort lange ihren Dienst ausgeübt haben“, betonte der Vorsitzende des Nominierungsausschusses, Dr. Klaus Wentzel (70). Ein gutes Dutzend Bewerbungen hatte das Gremium geprüft und schließlich drei Kandidaten zur Auswahl vorgeschlagen. „Alle drei sind qualifizierte Persönlichkeiten und somit superintendentabel“, zeigte sich Wentzel schon im Vorfeld sehr zufrieden, dem Gremium trotz des sehr engen Zeitplans eine gute Auswahl präsentieren zu können.

Die Synode, quasi das „Kirchenparlament“, entschied dann in geheimer Wahl über die Nachfolge von Ingo Neserke, der im Januar nach elf Jahren an der Spitze des Kirchenkreises in das „Amt für missionarische Dienste“ nach Dortmund wechselt, wo er im Januar Leiter des landeskirchlichen Dienstes wird.

Holtz und ihre Mitbewerber, der 57-jährigen Claus Humbert aus Witten-Annen und der 54-jährigen Frank Rüter aus Oer-Erkenschwick, hatten sich zuvor den anwesenden 74 (von 81)  Delegierten vorgestellt und ihre Fragen beantwortet.

Im dritten Wahlgang entschied Holtz das Rennen mit 42 zu 31 Stimmen für sich. Im ersten Wahlgang entfielen auf Claus Humbert 6, auf Frank Rüter 28 und auf Julia Holtz 39 Stimmen, im zweiten mussten sich die Synodalen nur noch zwischen Rüter (32) und Holtz (39) entscheiden.

Zur Person:

Pfarrerin Julia Holtz, geboren 1962, hat in Bethel, Marburg und Münster studiert. Dem Vikariat in Gütersloh und einem Sondervikariat beim „Dienst an Schulen“ sowie einem Einsatz als missionarisch-diakonische Helferin an der evangelischen Schule Talitha Kumi in Beit Jala in Palästina folgte der Entsendungsdienst in der landeskirchlichen „Arbeitsstelle für Gottesdienst und Kirchenmusik“ in Dortmund. Seit 1995 ist sie als Gemeindepfarrerin in der Johannis-Kirchengemeinde in Witten tätig.  Im Evangelischen Kirchenkreis Hattingen-Witten ist Julia Holtz besonders engagiert im Bereich Fairer Handel und hat an der Eröffnung des Wittener Weltladens maßgeblich mitgewirkt; außerdem ist sie ausgebildeter Gottesdienst-Coach. Julia Holtz ist verheiratet und hat einen Sohn.


Quelle: Evangelsicher Kirchenkreis Hattingen-Witten