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Dortmunder Superintendent Ulf Schlüter zum Vizepräsidenten der westfälischen Kirche gewählt

Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, Ulf Schlüter, ist neuer theologischer Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Die Landessynode wählte ihn heute (23. November) zum Nachfolger von Albert Henz, der im Sommer nächsten Jahres in den Ruhestand geht.

Dortmunder Superintendent Ulf Schlüter zum Vizepräsidenten der westfälischen Kirche gewählt

Präses Annette Kurschus gratuliert dem neuen theologischen Vizepräsidenten Ulf Schlüter. Foto: EKvW

Schlüter erhielt 95 von 158 abgegebenen Stimmen. Auf seinen Gegenkandidaten Dr. Peter Böhlemann (53), den Leiter des Instituts für Aus-, Fort- und Weiterbildung (IAFW) der westfälischen Kirche in Schwerte-Villigst, entfielen 53 Stimmen. Es gab zehn Enthaltungen. Damit steht der Theologe künftig gemeinsam mit dem Juristischen Vizepräsidenten Dr. Arne Kupke an der Seite von Präses Annette Kurschus, der leitenden Theologin der EKvW. Die drei sind Mitglieder der 18-köpfigen Kirchenleitung – eine Amtszeit dauert acht Jahre.

Zu den ersten Gratulanten gehörten Präses Annette Kurschus und der rheinische Präses Manfred Rekowski. „Ich wünsche Ihnen für Ihr neues Amt Gottes Segen, Geistesgegenwart sowie Menschen, die Sie mit ihren Gebeten und ihren Gedanken bei Ihrer Amtsführung unterstützen. Bleiben Sie bei den vielen neuen Aufgaben, die nun auf Sie zukommen und Ihre Kräfte beanspruchen werden, bewahrt und – um es mit unserem rheinischen Motto zu sagen – vergnügt, erlöst, befreit“, schrieb Rekowski an Schlüter.

Der neure Vizepräsident hatte bei seiner Vorstellung vor der Landessynode erklärt, dass er für "eine Kirche, die Ja sagt zu den Unschärfen" in einer sich pluralisierenden Gesellschaft stehe. "Wir sind Volkskirche", postulierte der Dortmunder Superintendent. "Immer im Wandel. Doch mit klarem Auftrag." Kirche müsse auch diejenigen in den Blick nehmen, die "nicht allsonntäglich in den Gottesdiensten sitzen", sagte Schlüter. "Sind wir da, wenn sie uns begegnen und in Anspruch nehmen. Mit Sorgfalt und Aufmerksamkeit - und mit Qualität. Und mit Vernunft." Er stehe für eine Kirche, die nicht "in fromme Konvertikel" fliehe.

Ulf Schlüter ist 55 Jahre alt und stammt aus Lünen-Brambauer. Nach dem Abitur in Dortmund studierte er Theologie in Bethel und Bochum, 1986 kam er als Vikar nach Bottrop. Nach Abschluss des Vorbereitungsdienstes arbeitete er als Studieninspektor im Pädagogischen Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen in Schwerte-Villigst. Von 1989 bis 1994 leitete Schlüter die landeskirchliche Arbeitsstelle "Konziliarer Prozess".

Im Anschluss an eine publizistische Zusatzausbildung an der Evangelischen Medienakademie Frankfurt wechselte Schlüter 1994 in den Gemeindedienst und war 19 Jahre lang Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Asseln in Dortmund. Seit 2014 steht er als erster Superintendent an der Spitze des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, der aus der Vereinigung von vier kleineren Kirchenkreisen hervorging.

Ulf Schlüter ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. Sein neues Amt tritt er im Sommer 2018 an.


Quelle: EKDO / EKvW / EKiR