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Evangelisch in Gladbeck, Bottrop und Dorsten

Tief im Westen der Evangelischen Kirche von Westfalen liegt der Evangelische Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten.

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Das Logo des Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten zeigt ein Schiff.


Das Schiff geht vor Anker. Kommt in Verbindung mit der Erde, Land ist in unmittelbarer Nähe. Gott berührt die Erde. Seine Liebe, sein Heiliger Geist, nehmen Menschengestalt an, bekommen ein Leib, ein Gesicht. Gott kommt und nimmt die Verbindung mit den Menschen auf, schließt einen Bund mit ihnen und seiner ganzen Schöpfung.


Im Norden grenzt der Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten an den Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken, im Süden und Westen an die Städte Essen und Oberhausen und somit an die Evangelische Kirche im Rheinland und im Osten an den Kirchenkreis Gelsenkirchen.

Derzeit leben in den drei Städten des Kirchenkreises rund 68.000 Evangelische in 14 Gemeinden mit 23 Predigtstätten. Organisatorisch ist der Kirchenkreis in die drei Gemeindeverbände Gladbeck, Bottrop und Dorsten gegliedert, bei denen auch die fachbezogene Arbeit liegt. So sind die Gemeindeverbände Träger der Kinder- und Jugendarbeit, zahlreicher Beratungsstellen, der Kindertagesstätten sowie einer Familienbildungsstätte in Dorsten.



Gemeinsam mit den katholischen und islamischen Gemeinden feiern die Evangelischen Christen in Bottrop in jedem Jahr zum Tag der Arbeit rund um den 1. Mai einen Gottesdienst auf der Bergehalde mit dem Tetraeder in Bottrop-Batenbrock. Foto: Bugzel


Sitz der Superintendentur, des Industrie- und Sozialpfarramtes, der kreiskirchlichen Verwaltung, der kreiskirchlichen Dienste, eines Verbands- und Gemeindebüros ist das Haus der Evangelischen Kirche, Humboldtstraße 13 in Gladbeck. Im Kirchenkreis beheimatet ist das Diakonische Werk Gladbeck-Bottrop-Dorsten mit den Fachbereichen Altenhilfe, Arbeit und Wohnen für Menschen mit Behinderungen, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.

Im Jahr 2007 feierte der Kirchenkreis gemeinsam mit dem Nachbarkirchenkreis Recklinghausen, mit dem er den Gestaltungsraum X der Landeskirche bildet, sein 100-jähriges Jubiläum. Am 11. Juni 1907 wurde der Kirchenkreis Recklinghausen in Bottrop aus der Taufe gehoben, aus ihm wurde 1961 der Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten ausgegliedert.

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Das Luftbild zeigt die Christuskirche der Evangelischen Kirchengemeinde Gladbeck-Mitte. Neben dem Gotteshaus im Zentrum der Stadt sieht man das Haus der Evangelischen Kirche mit der Superintendentur, der Verwaltung des Kirchenkreises sowie der Verwaltung des Diakonischen Werkes. Foto: Blossey

Lange Zeit lebten die Menschen im Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten auf und von der Kohle. Kennzeichnend für den Kirchenkreis war und ist eine stark ausgeprägte sozial-diakonische Arbeit in den Stadtverbänden und Gemeinden. Seit langer Zeit gilt der Kirchenkreis als „das soziale Gewissen der Landeskirche“. Während die Stadt Dorsten in weiten Teilen eher ländlich geprägt ist, hat in den Städten Gladbeck und Bottrop die Montanindustrie und der Bergbau seine Spuren hinterlassen. Mit dem Bergwerk Prosper Haniel und der gleichnamigen Kokerei verfügt Bottrop (noch) über eines von acht fördernden Steinkohlenbergwerken der RAG.

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Die Johanneskirche im Zentrum der Stadt Dorsten erhielt vor zwei Jahren ein neues Gemeindehaus (r.). Foto: Bugzel

In den letzten Jahren hat die Umweltarbeit in den Gemeinden des Kirchenkreises einen festen Platz und einen hohen Stellenwert erhalten. Erfolgreiche Bemühungen beim Einsparen von Energie, emissionsfreie Erzeugung von Strom durch fotovoltaische Anlagen auf kirchlichen Gebäuden, Einführung von kirchlichen Umweltmanagementsystemen, die Verabschiedung verbindlicher Umweltstandards (gemeinsam mit dem Kirchenkreis Recklinghausen) – die Liste der guten Beispiele ließe sich noch fortsetzen.

Bereits 2004 haben die Nachbarkirchenkreise Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen Leitlinien zur „Gerechten Gemeinschaft von Männern und Frauen“ entwickelt und auf den Kreissynoden beschlossen. Darin verpflichten sich beide Kirchenkreise zur Berücksichtigung und Einbeziehung der Interessen von Frauen und Männern auf allen Ebenen (engl. gender mainstreaming).


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Die Martinskirche der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop-Altstadt versteht sich als „Kirche in der Stadt“. Sie wird nicht nur zur Feier der Gottesdienste, sondern auch als vielseitiger Veranstaltungsort genutzt. Foto: Bugzel

Wie vor den drei Städten macht der Strukturwandel in der Emscher-Lippe-Region auch vor dem Kirchenkreis nicht halt. Mit ihren Beratungen und Beschlüssen der letzten Jahre hat die Synode des Kirchenkreises begonnen, notwendig gewordene Anpassungen der Strukturen an vor Auge liegenden Entwicklungen vorzunehmen – nicht zuletzt angestoßen durch den landeskirchlichen Reformprozess „Kirche mit Zukunft“.

Dazu zählen auch die Empfehlungen an die Gemeinden und Verbände, sich der Diskussion über neue Gemeindestrukturen – vor allem in Richtung Stadtkirchengemeinde zu öffnen. Unter dem biblischen Motto „Suchet der Stadt Bestes“ ist es Ziel dieser Strukturreformen, trotz abnehmender finanzieller und personeller Ressourcen handlungsfähige kirchliche Strukturen zu erhalten bzw. zu entwickeln, die eine optimale Präsenz und ein ausdifferenziertes, breites Leistungsspektrum kirchlicher Arbeit sichern.

Werner Bugzel


Nähere Informationen zum Kirchenkreis finden Sie hier.